Fünf von Vielen: Kristina Lunz

In Berlin leben 1,8 Millionen Frauen. Viele von ihnen haben inspirierende Lebensläufeund etwas geleistet, das die Welt ein Stückweit verändert hat. Fünf dieser Frauen haben uns ihre Geschichten erzählt.

Als Kind einer Arbeiterfamilie hatte ich lange keine Idee davon, was eine Universität ist und was ich studieren soll.Nach meinem Abitur fing ich als erste aus unserer Familieein Psychologie-Studium an. Ich hatte viel mit Selbstzweifeln und dem Gefühl, nicht dazuzugehören, zu kämpfen. Für mich war nicht der Studieninhalt das Problem, vielmehr der Mangel an Ressourcen und Wissen über das Studium hinaus. Karriere-, Zukunfts- und Stipendienberatung hätten mir bei meinem Start sicher geholfen, nur gab es all das nicht, in dem 80-Seelen-Dorf in Oberfranken, wo ich aufwuchs. Während meiner Studienzeit hatte ich des Öfteren den Gedanken, großen Universitäten wie Oxford nicht gerecht zu werden. Mein damaliger Freund, meine beste Freundin und viele Dozenten haben wie ein Support-System agiert. Nach dem Tod meines Vaters ist alles ins Wanken gekommen und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich meine gewohnte Leistung erbringen kann. Durch diese Erfahrung habe ich gemerkt, wie essenziell es ist, Menschen um sich zu haben, die mehr an einen glauben als man selbst. Mein Anspruch an mich ist es, anderen Menschen das gleiche Gefühl vermitteln zu können.

»Ich hatte das Gefühl, nicht dazuzugehören«

Text: Kim Ruda

Die Fortsetzung des Artikels findest Du in der aktuellen Printausgabe.

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