Fünf von Vielen: Anahita Sadighi

In Berlin leben 1,8 Millionen Frauen. Viele von ihnen haben inspirierende Lebensläufeund etwas geleistet, das die Welt ein Stückweit verändert hat. Fünf dieser Frauen haben uns ihre Geschichten erzählt.

 

Geboren wurde ich 1988 in Teheran. Als ich zwei Jahre alt war, zogen wir nach Berlin, groß geworden bin ich in Char- lottenburg. Meine Grundschule ist ganz in der Nähe meiner Galerie und jedes Mal, wenn ich mit dem Fahrrad dort langfahre, kommen Kindheitsgefühle auf. Inzwischen lebe ich auch wieder hier – ich liebe es, bin ein richtiges Charlottenburger Mädchen. Ich komme aus einer Galeristenfamilie. Mein Vater handelte mit Weltkunst. Demnach hatte ich schon immer eine besondere Verbindung zur Kunst und Musik. Mit fünf Jahren habe ich angefangen, Klavier zu spielen, übte täg- lich mehrere Stunden. Ich wollte Pianistin werden und mein Leben lang nur Musik machen. Mit zwölf Jahren wurde ich Jungstudentin an der Hanns Eisler Musikhochschule. In die Fußstapfen meines Vaters zu treten und meine eigene Galerie aufzumachen hatte ich nie geplant. Aber wie das Leben so spielt, gab es verschiedene Umstände, die doch dazu führten: Ich bin nach London gegangen und habe mich in die Kunstwelt verliebt. Darum habe ich schwe- ren Herzens beschlossen, mit der Musik zu pausieren und mich ganz der Kunst zu widmen. Ich studierte Islamic Art an der SOAS University in London. Ich habe die Galerie mit erst 26 Jahren gegründet, dazu in einer Branche, die von konservativen Männern dominiert wird.

»Die Galerie ist ein Gesamtkunstwerk«

Text: Charlotte Tönnies

Die Fortsetzung des Artikels findest Du in der aktuellen Printausgabe.

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